Startort Zielort km Gehzeit inkl. kurzer Pausen Höhe am Start Höhe am Gipfel Bewertung der Herausforderung
Kraft Ausdauer Exponiertheit
                 
Lisengrat
Lisengrat Steig zwischen Säntis Gipfel und Rotsteinpass
Kommentar

 

Tourbeschreibung

Start und Ziel der Tagestour ist Schwägalp in der Schweiz, im Alpsteingebirge. Bei der Seilbahntalstation gibt es jede Menge Parkplätze. Von dort hält man sich in Richtung Tierwies bzw. Säntisgipfel. Man folgt dazu der rot-weißen Markierung. Von unten sieht die Säntiswand nicht so aus, als würde ein Wanderweg nach oben führen. Dem ist aber so! Der Aufstieg ist steil und anstrengend. Am besten versucht man ein Tempo zu finden, das man ohne Pausen durchhalten kann. Der Weg ist hier noch kaum ausgesetzt und ist gut markiert. Verlaufen ist eigentlich ausgeschlossen. Bei Tierwies hat man den anstrengensten Teil der Wanderung hinter sich gebracht. Jetzt geht es über karge Steinflächen, die bis in den frühen Sommer von großen Schneeflächen überdeckt sind. Hier hält man sich leicht links in Richtung Seilbahnstation. Sollte der Schnee schon abgetaut sein, ist auch hier der Weg gut markiert. Wenn die Steigung wieder zunimmt beginnt der Steig zum Gipfel. Zunächst noch ungesichert, aber auch nicht sonderlich ausgesetzt. Das letzte Stück zum Gipfel ist sehr gut gesichert. Oben angekommen, geht man durch einen Stollen in das Gebäude. Durch diesen Stollen kann man komplett unter dem riesigen Gebäude durchgehen.
Falls man den Gipfel besuchen möchte (das lohnt sich allenfalls wegen der Aussicht), biegt man im Stollen nach rechts in ein Treppenhaus ab. Eine Stahltreppe führt aus dem Stollenbereich im Gebäude nach oben. Öffnet man oben die Tür, erlebt man als Naturliebhaber eine Art "Kulturschock": Man kommt sich vor wie in einer anderen Welt, die nichts mehr mit der Kargheit und der Schönheit der zuvor erlebten Natur zu tun hat. Das Gebäude wirkt mehr wie ein Flughafen-Terminal, ist mehrstöckig (5 Stockwerke könnten es schon sein), verfügt über einen Aufzug und ist hoffnungslos überlaufen mit Seilbahntouristen.
Am besten geht man also gar nicht auf den Gipfel, sondern läuft durch den Stollen unter dem Gebäude durch. Auf der anderen Seite des Stollens geht es weiter in Richtung Rotsteinpass. Sehr schnell wird es hier wieder einsam und man vergisst schnell den Kulturschock des Gipfels. Hier beginnt der Lisengrat. Zunächst leicht ausgesetzt auf breiten Felsbändern, später stärker ausgesetzt auf schmalen Bändern in der Felswand. Alles ist sehr gut gesichert, Kletterei ist nicht erforderlich. Die grandiose Aussicht begeistert!
Das letzte Stück zum Rotsteinpass verläuft weitgehend eben, leicht abfallend. Wenn man Glück hat lassen sich Steinböcke in der Wildnis sehen. "Rotsteinpass" ist eine Hütte, in der man auch Brotzeit machen kann. Man befindet sich hier am Fuße des Altmanns.
Wir haben für den Rückweg wieder die Route über den Rotsteinpass genommen, da es schon recht spät war. Ein Rundweg, z.B. über Meglisalp wäre auch möglich, würde aber einen Umweg von ca. 3 Stunden bedeuten.
Am Säntis geht man wieder durch den Stollen unter dem Bollwerk aus Beton durch und kann dahinter den Abstieg über Tierwies nach Schwägalp genießen. Sollte das Schneefeld noch nicht abgetaut sein, macht es Spass schlitternd den Berg zur Tierwies-Hütte hinunter zu laufen. Vorsicht an Stellen, wo Felsblöcke aus dem Schnee stehen! Hier gibt es oft Spalten zwischen Schnee und Fels.

Erläuterung zur Tourenbewertung:

Die Bewertung der Touren dient lediglich dem Vergleich und richtet sich nicht nach offiziellen Bewertungsnormen. Sie ist feinstufig und damit v.a. hilfreich, wenn man andere Touren dieser Internetseite schon gegangen ist. Die Bewertung ist nach oben offen, da mit Sicherheit noch deutlich anspruchsvollere Touren hinzu kommen werden.